Über Afghanistan

Afghanistan ist größtenteils Gebirgsland und als reines Binnenland umgeben von den Ländern Iran, Pakistan, China, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan. Rund 75 Prozent des Landes sind äußerst unwegsam. Manche Bergregionen sind nur mit Reittieren oder zu Fuß zugänglich.

Die rund 30 Mio. Einwohner Afghanistans bilden einen Vielvölkerstaat, der im Wesentlichen aus Paschtunen, Tadschiken, Hazara und Usbeken besteht. Viele der über 30 Minderheitsvölker verlieren zusehends ihre Muttersprachen und lösen sich in den größeren, sie umgebenden Volksgruppen auf.

Größere Städte sind Kabul (ca. 5,1 Mio. Einwohner), Kandahar (ca. 385.700 Einwohner), Mazar-e-Sharif (ca. 357.100 Einwohner), Herat (ca. 423.300 Einwohner), Jalalabad (ca. 200.400 Einwohner) und Kundus (ca.139.600 Einwohner).

Das Temperaturspektrum in Afghanistan ist gewaltig und reicht von -50 bis +53 Grad Celsius. Ein Grossteil der Bevölkerung leidet unter den häufig auftretenden, schweren Dürren im Sommer und der bitteren Kälte im Winter. Dazu kommen Krankheiten und Mangelerscheinungen aufgrund unzulänglicher Hygiene und Armut.

Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt, das Durchschnittsalter beträgt demnach 18 Jahre. Einen traurigen Rekord hält Afghanistan sowohl bei der Müttersterblichkeitsrate als auch bei der Säuglingssterblichkeitsrate, beide sind die höchsten der Welt.

Kriegsbedingt gibt es in Afghanistan zahlreiche Minenopfer, darunter viele Kinder. Täglich werden Kinder aber auch Opfer von Unfällen im Straßenverkehr, beim Spiel, zu Hause oder gar bei Attentaten. Kinder mit angeborenen Fehlbildungen und Behinderungen können eine gute und fachgerechte orthopädische oder chirurgische Behandlung meist nur in der Hauptstadt Kabul finden.

Da Kinder mit Behinderungen in Afghanistan stigmatisiert und ausgegrenzt werden, hat ihre Wiederherstellung und Genesung über die medizinische Hilfe hinaus nicht nur einen hohen sozialen Wert, sondern eine zutiefst schicksalhafte, existenzielle Bedeutung!

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 Patientenschicksale

Breshna

Breshna läuft schon seit 5 Jahren auf ihren fehlgestellten Füßen, sie hat beidseitig Klumpfüße. Da sie schon so „alt“ ist, wird eine Behandlung weitaus schwerer und langwieriger als bei Paiman, der schon kurz nach seiner Geburt ins ISH gebracht wurde.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte von Breshna.